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Donnerstag, 28. Januar 2010

Bundeswehrfreie Zone – Kein Werben fürs Sterben in Schulen und Jobcentern!

Unser Flyer
Unser Flyer
Bundeswehr + Arbeitsamt?Die Bundeswehr hat massive Nachwuchsprobleme: Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Auslandseinsätze der Armee ab, die Anzahl der Wehrdienstleistenden sinkt. Um auf lange Sicht einsatzfähig zu bleiben, muss die Bundeswehr ihren Ruf bei den Jugendlichen verbessern – Das versucht sie vor allem in Schulen und auf Jobmessen.

Die SDAJ Bochum lädt zu ihrer Veranstaltung "Bundeswehrfreie Zone – Kein Werben fürs Sterben in Schulen und Jobcentern!" am 01. März ein.

Michael Schulze von Glaßer wird über die Nachwuchsbestrebungen der Bundeswehr vor allem in Schulen berichten. Als Beirat der IMI (Informationsstelle Militarisierung) hat er zwei Studien zur Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr veröffentlicht.

Die Veranstaltung findet am 01. März 2010 um 19 Uhr im Bahnhof-Langendreer (Raum 6) statt.

Keinen Menschen, keinen Cent der Bundeswehr! Kommt vorbei!

Dienstag, 26. Januar 2010

Gegen die Sicherheitskonferenz in München!

Sicherheitskonferenz in München
Am 6./7. Februar 2010 ist es wieder soweit: Bei der NATO Sicherheitskonferenz in München wird diskutiert wie man die Welt am besten beherrschen kann. Wie jedes Jahr werden tausende diesen Anlass nutzen um gegen die Kriegspolitik der NATO und speziell der BRD zu protestieren. Wir werden wieder zusammen mit anderen Jugendorganisationen einen Jugendblock auf der Demonstration organisieren, also kommt vorbei, bringt eure Freunde mit und lasst uns zusammen zeigen was wir von Kriegstreibern halten!

Termine:
Ort: Marienplatz, München
03.02. 18 Uhr:Unsere satirische Jubeldemo geht in die nächste Runde.
Wir fordern: Feed the Rich.
04.02. 15 Uhr:Monopoly des Imperialismus – Ein Spiel zum mitmachen.
05.02. 18 Uhr:Mitmacht-Protestkonzert gegen den Siko Empfang mit dem Münchener OB im Rathaus
06.02. 13 Uhr:Großdemonstration!

Das sind bei weitem nicht alle, deshalb schaut einfach regelmäßig auf www.jugendblock.mobi für aktuelle Infos

Solidarität mit dem Aktionsbündnis »Dresden stellt sich quer«

Dresden Nazifrei!Die SDAJ Bochum solidarisiert sich mit dem Aktionsbündnis »Nazifrei! Dresden stellt sich quer«, dessen Plakate und Flyer in mehreren Razzien beschlagnahmt wurden. Ebenso wurde die Webseite Dresden-Nazifrei.de gesperrt, sodass diese auf einen Server im Ausland verschoben werden musste.

Das Bündnis hatte dazu aufgerufen, den am 13.2.2010 in Dresden stattfindenden Nazi-Aufmarsch zu blockieren.

Die Kritik an dem Vorgehen des LKA und der Staatsanwaltschaft, die die Maßnahmen damit begründet hatten, dass das Bündnis zu Straftaten aufrufe, häuft sich. Sogar Juristen wie Prof. Henning Ernst Müller, Inhaber eines Lehrstuhls für Strafrecht an der Uni Regensburg, halten diese für widerrechtlich.

Auch wir finden: Keine Kriminalisierung von Antifaschist_innen! Gemeinsam Nazis blockieren!

Bilder von der LL-Demo 2010

LL-Demo
Antifa-Dachaktion

Mit etwas Verspätung gibt es hier ein paar Fotos von der diesjährigen LL-Demo in Berlin, bei der natürlich auch die Bochumer SDAJ anwesend war.

Die Demo startete am 10.01.2010 um 10 Uhr am Frankfurter Tor und endete am Friedhof der Sozialisten, wo außer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auch viele weitere Sozialisten begraben sind, z. B. Wilhelm Liebknecht und Ernst Thälmann.

Bei der Demo beteiligten sich zahlreiche SDAJ-Ortsgruppen, sodass es dieses Jahr einen großen SDAJ-Block gab. Die Berliner SDAJ schrieb: »Gerade in Anbetracht der seit 1945 größten Weltwirtschafts- und Finanzkrise demonstrieren wir gegen rapide wachsende Arbeitslosigkeit, den grassierenden Sozialabbau und die damit einhergehende Entwürdigung von Millionen Menschen. Wir stellen uns gegen die unverschämten Beschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte unter der Flagge der Terrorbekämpfung. Wir wehren uns gegen die stetig aggressiver agierenden Nazis und demonstrieren gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Nationalismus. Dem Antifaschismus, der internationalen Solidarität und dem Humanismus fühlen wir uns unbedingt verpflichtet.«

Nelke auf dem Friedhof der Sozialisten SDAJ-Antimil-Aktion

Montag, 14. Dezember 2009

Soli-Erklärung an die BesetzerInnen des Audimax

An die Studierenden der Ruhr-Universität-Bochum,
an die BesetzerInnen im Audimax

Liebe Studierende, liebe KommilitonInnen,

wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjungend (SDAJ) Bochum, möchten uns solidarisch erklären mit der Besetzung des Audimax‘.
Wir unterstützen eure Proteste und Forderungen nach einem besseren Bildungssystem. Dabei stehen wir als SchülerInnen und Studierende aktiv an eurer Seite und kämpfen mit für unsere gemeinsamen Interessen.

Auch mit den zahlreichen Besetzungen an anderen Universitäten und Bildungseinrichtungen im ganzen Land und weltweit sowie den Protesten und Demonstrationen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks der vergangenen Woche erklären wir uns solidarisch.

Wir denken, dass ein koordinierter bundesweiter, ja internationaler Protest und eine Vernetzung der unterschiedlichsten Betroffenen im Bildungssystem von allergrößter Bedeutung sind. Denn die Missstände im Bildungssystem, gegen die wir protestieren, sind keineswegs nur vereinzelt anzutreffen und alles andere als zufällig.
Systematisch wird an der Bildung gespart, der Staat zieht sich immer mehr aus der Finanzierung zurück und Studiengebühren werden eingeführt. Auf der anderen Seite werden seit Jahren die Steuern auf Unternehmensgewinne gesenkt, in der gegenwärtigen Krise werden den Banken Milliarden Euro zur Finanzierung ihrer Spekulationsschulden geschenkt und für Kriege in Afghanistan und anderswo stehen auch immer mehr Mittel zur Verfügung.
Nicht viel anders sieht es im Gesundheitswesen und der Altersvorsorge aus. Auch hier sollen wir immer mehr selbst zahlen (Praxisgebühr, höhere Beiträge, Riesterrente), während die Unternehmen aus der Pflicht genommen werden.
Warum also zahlen wir Studiengebühren? Damit die Unternehmen und Banken immer höhere Gewinne einfahren und sie dann in der nächsten Krise verspekulieren können!

Die Umstrukturierungen auf Bachelor und Master und die damit verbundenen Konsequenzen sind ein ebenso großes Problem. Der enorme Leistungsdruck, die Anwesenheitspflicht in Verbindung mit den finanziellen Problemen, u.a durch die Studiengebühren, machen das Studium zu einer großen physischen und psychischen Belastung. Wer nicht gleich von den Studiengebühren vom Studium abgehalten wird, wird durch das Studium gepeitscht und hat kaum noch die Möglichkeit, sich auch über sein Studienfach hinaus zu bilden oder sich an der Uni zu engagieren.
Dabei geht es darum, dass wir möglichst schnell durch das Studium kommen, um dann, so der Bedarf vorhanden ist, in der Wirtschaft eingesetzt werden können. Dies führt derzeit nicht nur zu hohen Qualitätsverlusten in fachlicher Sicht, sondern macht es den Studierenden kaum mehr möglich, sich persönlich umfassend zu entwickeln und zu bilden und einen kritischen Umgang mit ihren Studieninhalten zu entwickeln.


Mit solidarischen Grüßen,
SDAJ Bochum

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ankündigung: "Kein Fußball den Faschisten!"

Thor Steinar-Klamotten, rassistische Sprechchöre und das "Auschwitz-Lied" sind inner- und außerhalb deutscher Stadien keine Seltenheit. Hinzu kommen gewalttätige Angriffe mit rechtsextremem Hintergrund.
Wir laden euch zu unserer Infoverantaltung am 08.12.2009 um 19 Uhr im Raum 6 des Bahnhof-Langendreer ein. Dort geben wir einen Überblick über Naziaktivitäten in deutschen Stadien, ihre Aktionsformen und Zielstellung. Desweiteren informieren wir euch über Beispiele aktiver Gegenwehr im Stadion.
Wir fordern: "Kein Fußball den Faschisten!"

Mittwoch, 2. September 2009

Krieg und kein Ende – Unsere Interessen werden nicht am Hindukusch verteidigt!

Am ersten September jährt sich nun zum 70. Mal der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkrieges markierte. Nach seiner Niederlage, der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945, waren dem deutschen Imperialismus für die nächsten 40 Jahre durch das Vorhandensein eines starken sozialistischen Lagers die Hände gebunden. Nach 1990 gingen die deutschen Militaristen allerdings wieder daran, ihre verlorengegangene Weltmachtrolle Schritt für Schritt zurückzuerobern. Einen Meilenstein auf diesem Weg stellte die deutsche Beteiligung am Angriffskrieg gegen Jugoslawien dar – wohlgemerkt unter einer rot-grünen Bundesregierung.
Seitdem ist die Bundesrepublik stets mit dabei, wenn imperialistische Kriege rund um den Globus geführt werden. Sei es mit der Gewährung von Überflugrechten und nachrichtendienstlicher Schützenhilfe wie beim Irak-Krieg oder ganz direkter militärischer Beteiligung wie in Afghanistan.

Stell dir vor es ist Krieg und keiner gibt’s zu

Derzeit stehen ca. 4000 deutsche Soldaten in Afghanistan. Die Lage dort spitzt sich immer mehr zu. Es vergeht fast keine Woche mehr ohne neue Nachrichten von Anschlägen auf deutsche Truppen oder Feuergefechte mit deutscher Beteiligung. Die deutsche Strategie, zwar möglichst stark in Afghanistan präsent zu sein, um weltweit ein Wörtchen mitreden zu können, sich aber aus den Kampfhandlungen so gut es geht herauszuhalten, um den Krieg an der Heimatfront weiterhin als „humanitären Einsatz“ verkaufen zu können, ist gescheitert. Doch obwohl bereits 32 deutsche Soldaten ums Leben gekommen sind, im Berliner Bendlerblock bereits ein Denkmal für diese „im Einsatz ums Leben gekommenen“ errichtet wurde und Frau Merkel an Afghanistankämpfer Tapferkeitsmedaillen verleiht, will „Verteidigungs-“minister Jung weiterhin nicht von einem Krieg sprechen. Der Nato Oberbefehlshaber spricht jedoch eine andere Sprache: „Politiker können es nennen, wie es ihnen beliebt. Ich bin Militär, und für mich ist es Krieg. Ich denke, wenn sie deutsche Soldaten fragen, werden die dasselbe sagen.“

Der Krieg wird ausgeweitet

Während man hierzulande also noch um die richtige Sprachregelung bemüht ist, weiten die USA unter dem vor der Wahl noch als Friedensengel gefeierten Präsidenten Obama derweil den Krieg auch auf Gebiete in Pakistan aus. Die pakistanische Regierung schweigt zu dieser Verletzung ihrer staatlichen Souveränität, was wiederum nicht unwesentlich dazu beitragen wird, immer mehr Menschen den Taliban in die Arme zu treiben. Angesichts einer für die imperialistischen Angreifer immer schwieriger werdenden militärischen Lage will man nun mit „gemäßigten Taliban“ verhandeln, was jedoch nicht bedeutet, dass man willens ist, die Kriegshandlungen einzustellen. Solange die Besatzer vor Ort sind, wird es für die afghanische Bevölkerung keinen Frieden (und auch eine tatsächlich freien Wahlen) geben. Die USA und ihre Verbündeten haben es sich zum Ziel gesetzt, dieses für sie geostrategisch wichtige Land an den Grenzen Russlands und Chinas unter allen Umständen unter ihre Kontrolle zu bringen.

Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

Diesem Ziel fühlt sich auch die Bundesregierung verpflichtet und es ist so gut wie sicher, dass sich das auch unter der nächsten Regierungskoalition – mag sie nun schwarz-gelb oder rot-schwarz sein – nicht ändern wird. Gegen die anhaltenden Besatzungspolitik des deutschen Imperialismus und die immer höheren Kosten für Krieg und Rüstung hilft nur entschiedener Protest in diesem Land. Wir wollen nicht als Kanonenfutter am Hindukusch für die Interessen des deutschen Kapitals sterben und stellen uns allen Versuchen der Bundeswehr entgegen, die miesen Zukunftsperspektiven der Jugend für ihre Werbefeldzüge auszunutzen. Wir wissen mit den Worten von Karl Marx: „Nur eine Nation kann selbst frei sein, wenn sie keine andere unterdrückt.“

Die SDAJ fordert:

- Raus aus Afghanistan jetzt! Stopp aller Auslandseinsätze!
- Kein Geld fürs Militär – mehr Geld für Bildung und Ausbildung!
- Bundeswehr raus aus Schulen, Unis und Arbeitsämtern!


Zahlen und Fakten:
Seit acht Jahren wird nun Krieg in Afghanistan geführt. 2003 wurde in den Irak einmarschiert, wo heute immer noch 128.000 Amis unter Waffen stehen. In Afghanistan wurde mit 20.000 GI's begonnen. Ab Ende des Jahres sollen es 68.000 sein. Dazu kommen 3900 deutsche Soldaten und 9000 aus Großbritannien. Den Juli diesen Jahres haben 75 Soldaten nicht überlebt, davon 43 US Amerikaner. Die Briten haben Mitte August ihren 200 Soldaten verloren. 2008 waren es insgesamt 294. Dieses Jahr sind es bereits 203!
Demgegenüber stehen von Anfang bis Mai diesen Jahres mindestens 800 Tote Zivilisten, wovon 261 allein im Mai getötet wurden.

Nazis für den Frieden?

„Nach unserem Sieg – nie wieder Krieg!“ Diesen Schlachtruf kann man leider immer öfter nicht nur auf Nazi-Demos hören, sondern auch auf Antikriegsdemonstrationen. Nazis beteiligten sich an Demos gegen den Irak-Krieg, Ostermärschen oder auch Demonstrationen zum Antikriegstag am 1. September. Was steckt dahinter? Immerhin haben sich Nazis bisher stets durch Verherrlichung von Krieg und Militarismus und nicht als ihre Gegner hervorgetan. Doch wenn man genauer hinsieht, merkt man auch beim Auftreten der Nazis gegen die aktuellen Kriege, dass hier keine antimilitaristischen oder antiimperialistischen Positionen bezogen werden. Unter dem Motto „Kein deutsches Blut für fremde Interessen“ werden die Kriege der USA im Irak und Afghanistan abgelehnt, nicht weil es sich um imperialistische Angriffskriege handelt, sondern weil es dort ihrer Meinung nach nicht um „deutsche Interessen“ - d.h.. die Interessen des deutschen Kapitals – geht. Ihr Feind ist nicht der Kapitalismus, als die Hauptursache für Kriege, auch nicht der Krieg selbst, es sind die USA als Hauptkonkurrent des deutschen Imperialismus. Deshalb bejaht beispielsweise die NPD nicht nur den Dienst in der Bundeswehr, sondern fordert auch eine gegen die USA gerichtete „Achse Berlin-Paris-Moskau“ und die atomare Bewaffnung Deutschlands. Nazis sind also nach wie vor keine Kriegsgegner und ihre Antikriegsrhetorik ist lediglich eine Spielart ihrer sozialen Demagogie und zugleich Ausdruck ihres aggressiven Nationalismus.

Sonntag, 30. August 2009

Infos über "Autonome Nationalisten"

Am Dienstag, den 1. September lädt die SDAJ um 19.00 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung zum Thema “Autonome Nationalisten” ein. In der Ankündigung heißt es: “Faschisten marschieren durch Dortmund! Für den 5. September mobilisieren sie europaweit zu einem »nationalen Antikriegstag« in die Ruhrgebietsmetropole. Ein weiteres Mal nutzen die Faschisten den Antikriegstages für ihre Propaganda aus. Mittlerweile hat sich der Aufmarsch zu einem der wichtigsten Events der so genannten „Autonomen Nationalisten“ entwickelt. Was sind Autonome Nationalisten? Es sind Neonazis, sie sehen aber aus wie linke Antifaschisten, klauen ihre Symbole und benutzen scheinbar linke, antikapitalistische Parolen. Mit schwarzem Kaputzenpulli, Basecaps und Palistinänsertüchern propagieren sie Gewalt und Aufstand, um Jugendliche mit einem „erlebnisreichen“ Wochenende zu ködern. Das Bild vom Springerstiefel-Nazi verschwindet langsam. Die Autonomen Nationalisten machen sich nicht nur in Dortmund breit, sondern organisieren sich in ganz Deutschland.”

Dienstag, 25. August 2009

Aufruf des Bündnisses "Dortmund stellt sich quer" gegen den geplanten Naziaufmarsch am 05. September 2009

Dortmund stellt sich quer! Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Bundesweite antifaschistische Demonstration gegen den Naziaufmarsch am 5. September 2009 in Dortmund

Zum 5. Mal in Folge wollen Faschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 5. September mobilisieren sie europaweit zu einem »nationalen Antikriegstag« in die Ruhrgebietsmetropole. Mittlerweile hat sich der Aufmarsch zu einem der wichtigsten Events der so genannten „Autonomen Nationalisten“ bundesweit entwickelt.

In den letzten Jahren haben sich die Übergriffe auf MigrantInnen und linke Jugendliche, auf linke Buchläden und Zentren, auf die Wohnungen von Antifaschist/innen gehäuft. Die Brutalität des geplanten Übergriffs von 400 Neonazis auf die 1.Mai-Demonstration des DGB, unter der vor allem kurdische und türkische GewerkschafterInnen zu leiden hatten, zeigt, in welchem Umfang und mit welcher Zielrichtung die Neonaziszene sich in Dortmund entwickelt hat. Die Ziele des 1. Mai wie die des Antikriegstages, der Kampf um ArbeiterInnenrechte, um internationale Solidarität und Frieden sind ihnen zutiefst verhasst.

Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!

Polizei und Politik haben ihren Anteil am Erstarken der Rechten, indem sie das Problem seit Jahren verharmlosen. Das, obwohl seit dem Jahr 2000 vier Morde auf das Konto der Neonazis gehen: 3 Polizisten wurden von dem Neonazi Michael Berger erschossen, der Punker Thomas Schulz von einem jugendlichen Neofaschisten erstochen. Die Polizei blieb ihrer Linie treu: Die Demonstrationen der Nazis ermöglichen, die antifaschistische Gegenwehr behindern.

Die Aufmärsche der Nazis zum Antikriegstag sind eine Provokation wie ihre Aufzüge am 1. Mai. Der Antikriegstag erinnert an den faschistischen Überfall der Nazis am 1. September 1939 auf Polen, der Beginn eines Raub- und Vernichtungskrieges, der die Welt in Brand steckte und über 50 Millionen Tote hinterließ. Bereits in den letzten Jahren zogen Neonazis mit der Losung “Nie wieder Krieg!” durch Dortmunds Straßen. Sie fügten hinzu: “Nach unserem Sieg!” – also dem Sieg des “Nationalen Sozialismus”, des Nationalsozialismus.

Die deutschen Neonazis stehen eindeutig in der Tradition der NSDAP. Sie bejubeln den beispiellosen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit 17 Millionen toten Zivilisten ebenso wie die barbarische Massenvernichtung der Juden. Sie leugnen die Verbrechen der Wehrmacht und der SS. “Unser Großvater war ein Held!” stand auf einem ihrer Transparente.

Mit sozialer und antikapitalistischer Demagogie versuchen diese als “Friedensengel” zu punkten und zielen in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Existenzangst auf Menschen im Angesicht sozialen Abstiegs. Dagegen hilft Aufklärung über den Zusammenhang von Kapitalismus, Faschismus und Krieg. Kein Fußbreit den Geschichtsfälschern!

Uns AntifaschistInnen mit unterschiedlicher politischer Herkunft, mit unterschiedlichen Ideen und Ansichten, jung und alt eint der Schwur von Buchenwald: “Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.” Ihm fühlen wir uns politisch verpflichtet. Wir verurteilen und bekämpfen die aggressive Kriegspolitik Deutschlands, der USA und der NATO ebenso wie die rassistischen, islamfeindlichen und antisemitischen Aktionen der Neonazis und den staatlichen Rassismus. Wir rufen alle Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner und alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, sich am 5. September an der Demonstration des Bündnisses »Dortmund stellt sich quer!« zu beteiligen.

Der Antikriegstag gehört uns! Wenn Nazis marschieren, ist Widerstand Pflicht! Lasst uns einen Aufmarsch der Rechten am 5. September gemeinsam verhindern!

Bundesweite antifaschistische Demonstration des Bündnisses „Dortmund stellt sich quer!“

Treffpunkt: 10 Uhr, Dortmund Hauptbahnhof

Donnerstag, 25. Juni 2009

Pressemitteilung des Bildungsstreikbündnisses

Im folgenden veröffentlichen wir hier eine Pressemitteilung des Bildungsstreikbündnisses zu den Demonstrationen und Protesten, die am 17. Juni 2009 in ganz Deutschland stattfanden.

Am heutigen Mittwoch, den 17. Juni 2009, demonstrierten bundesweit insgesamt 240.000 Studierende, SchülerInnen, Auszubildende und andere soziale Gruppen. Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks trugen sie in über 70 Städten ihre Wut über die Bildungsmisere auf die Straßen. Bereits am Montag und Dienstag kam es an 12 Hochschulen zu Besetzungen, in 20 Städten wurden Protestcamps errichtet. Viele Schülerinnen und Schüler wurden an der Teilnahme von Demonstrationen gehindert.

Ob in Soltau-Fallingbostel (2.000), Stuttgart (15.000), Würzburg (3.000), Rostock (3.000), Göttingen (10.000), Münster (10.000), Dresden (3.500), München (5.000), Hamburg (13.000), Heidelberg (7.000), Halle (3.000), Berlin (27.000), Marburg (2.500), Lübeck (1.700), Düsseldorf (7.000), Magdeburg (500), Hannover (10.000), Jena (6.000), Minden (400) oder Konstanz (1.500):
Der Bildungsstreik hat flächendeckend gegriffen. In Mainz wurde das Abgeordnetenhaus des Landtages gestürmt und die Forderungen verlesen. In Bielefeld lag zeitweise die ganze Innenstadt lahm, als das Straßenbahndepot und der Jahnplatz blockiert wurden. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Dresden ist zur Stunde von Bildungsstreikenden besetzt. In vielen Städten kam es zur Blockade von Verkehrswegen. Das Präsidium in Göttingen, die Uni Marburg und die TU Darmstadt wurden besetzt, während die anderen Besetzungen weiter anhalten. An Schulen in Heidelberg, Münster und Frankfurt wurde bekannt, dass die Schulleitungen Schülerinnen und Schüler eingesperrt hielten, um ihnen dei Teilnahme an den Demonstrationen zu verwehren. 5.000 Demonstrantinnen und Demonstranten traten vor einem Münchner Gymnasium in einen Sitzstreik, um gegen das Demo-Verbot des Rektors zu protestieren.

Deutschland ist kein Sonderfall. In ganz Europa halten die Proteste für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit bereits seit Monaten an. Ob in Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland: Alle vereint der Protest gegen den Bologna-Prozess, die zunehmende Privatisierung des Bildungssystems und die Kommerzialisierung von Bildung auf allen Ebenen.

In Kindertagesstätten, Schulen, Berufsschulen und Hochschulen kämpfen die Betroffenen insbesondere für die soziale Öffnung der Bildungseinrichtungen, für die gesetzliche Verankerung der Gebührenfreiheit von Bildung, für ehrliche Mitbestimmung und gegen zunehmenden Konkurrenzdruck.

Jan-Hendrik Matthey vom Mainzer Bildungsstreik-Bündnis: " Um die gemeinsamen Ziele zu erreichen, bedarf es eines neuen gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins. Deshalb fordern wir alle Generationen auf, sich mit ihren Kindern und Enkelkindern zu solidarisieren und sich aktiv am Protest zu beteiligen."

Trotz der massiven Proteste haben die Kultusministerkonferenz und die zuständigen Landesministerinnen und Landesminister nicht die Courage, sich mit den Forderungen des Bildungsstreiks auseinanderzusetzen.

Am morgigen Donnerstag sollen unter dem Motto "Tag des zivilen Ungehorsams" weitere Aktionen stattfinden. In Berlin kommt es am Freitag zu einer Kundgebung anlässlich der stattfindenden Kultusministerkonferenz. Am Samstag gibt es eine NRW-weite Großdemonstration: "Düsseldorf lahmlegen!"

Der Bildungsstreik hat in den vergangenen Tagen durch seine Dezentralität zusehends an Dynamik gewonnen, die Aufmerksamkeit in der ganzen Bundesrepublik erregt und öffentliche Akzeptanz erfahren. Mit seinen vielfältigen Aktionsformen haben die lokalen Bündnisse "Bildung" als Thema der Betroffenen gesetzt und einen gesellschaftlichen Diskurs angestoßen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Forderungen des Bildungsstreiks auch umgesetzt werden.

Pressefest '09 - Wir waren dabei!

Chillen am See, Workshops und Diskussionsrunden, danach Cocktail und Konzert. So sah unser Wochenende beim Pressefest der Zeitung ‚Unsere Zeit’ aus, ein Fest der Deutschen Kommunistischen Partei.
Die SDAJ Bochum war dabei! Im Revierpark Dortmund Wischlingen haben wir gezeltet, gefeiert und mitgemischt bei den Diskussionen zum Bildungsstreik der letzten Woche, über Nazis und Weltwirtschaftskrise.

Das Pressefest findet alle zwei Jahre statt und bietet einen guten Mix aus Unterhaltung, Kultur und inhaltlichem Programm zu aktuellen politischen Themen. Mit 50.000 Besuchern und Besucherinnen das größte linke Fest in Deutschland!
Die SDAJ gestaltet dabei einen eigenen Jugendbereich, direkt am See mit Strandflair und Liegewiese.

Am Freitagabend eröffnen wir das Wochenende mit einem Quiz: „Wer wird Revolutionär?“ Gewonnen hat natürlich ein Dreamteam aus Bochum - mit maßgeblicher Unterstützung aus Koblenz.
Der Samstag bietet eine Fülle an Diskussionsrunden allein im Jugendbereich, die Themen sind breit gestreut. Morgens geht es um die Nato und militärischen Pläne der EU, am Nachmittag berichten uns zwei Gäste von befreundeten Organisationen aus Portugal und Griechenland über ihre Erfahrungen mit der Wirtschaftskrise, über ihren schon Jahre andauernden Widerstand gegen Sozial- und Bildungsabbau, der nun mit neuer Begründung verschärft wird.
Gleichzeitig läuft ein Antifa-Workshop und entwickelt Strategien gegen die Nazi-Plage.
Die TeilnehmerInnen am Graffiti-Workshop sammeln Ideen und basteln Vorlagen. Beim Twister-Turnier am Bootssteg plumpst unsere Bochumer Vertreterin beinahe ins Wasser.
Das Programm gipfelt im tagespolitischen heißesten Thema: Dem Bildungsstreik 2009 und wie wir jetzt weitermachen können.

Zwischendurch immer wieder ein Gang fort vom SDAJ-Bereich über den Rest des Festes. Obwohl es dann und wann anfängt zu nieseln, bleibt die Hochstimmung. Überall Musik, kulinarische Spezialitäten aus der ganzen Welt, internationale Gäste berichten von der politischen Situation in ihren Heimatländern.

Um 20 Uhr pünktlich zurück an den See. Das Konzert fängt an!
Drei Bands treten auf. Den Anfang machen Microphon Mafia mit Hip Hop aus Köln, mittlerweile Stammgast bei SDAJ Konzerten. Die Fat Flanders lösen ab mit Blasepunk und The Clerks bringen das Publikum mit Ska zum tanzen. Unmöglich das Konzert um 23 Uhr abzubrechen, die Stimmung ist besser als die Polizei erlaubt.

Am Sonntag noch ein leckeres Frühstück am Bootssteg, dann müssen die ersten auch schon abreisen und sich auf einen langen Heimweg machen, nach München, Kiel und in alle Teile Deutschlands.

Veranstaltung

Bundeswehrfreie Zone – Kein Werben fürs Sterben in Schulen und Jobcentern!
Veranstaltung am 1. März 2010 um 19 Uhr im Bahnhof-Langendreer (Raum 6).

Wöchentl. Gruppenabend

Wir treffen uns jeden Dienstag um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer!

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Zuletzt aktualisiert: 1. Feb, 18:09